Ägyptischen Museums Bonn lockt mit vielen neuen Angeboten
1. Neue Öffnungszeiten, Eintrittspreise und Angebote des Museums
Ägyptisches Museum lockt mit vielen neuen Angeboten
Veränderte Öffnungszeiten zum Wintersemester 2011/12
Zum neuen Semester hat das Ägyptische Museum der Universität Bonn wichtige Neuerungen zu vermelden: Es senkt seine Eintrittspreise und hat neue Öffnungszeiten sowie ein facettenreiches Programm für große und kleine Ägypten-Fans.
Das Ägyptische Museum ist künftig Dienstag bis Freitag von 13 bis 17 Uhr geöffnet (letzter Einlass: 17 Uhr), Samstag und Sonntag von 13 bis 18 Uhr (letzter Einlass: 17.30 Uhr). Der Eintritt beträgt für Erwachsene: 2,50 Euro, für Kinder und Ermäßigungsberechtigte: 2 Euro. Eine Familienkarte (zwei Erwachsene und max. drei Kinder) ist zum Preis von 7 Euro erhältlich. Angemeldete Gruppen ab zehn Personen erhalten weitere Ermäßigungen (Erwachsene: 2 Euro, Schüler, Studenten: 1,50 Euro).
Derzeit präsentiert das Ägyptische Museum die Sonderausstellung "Zwischen den Welten. Grabfunde von Ägyptens Südgrenze" über die archäologische Arbeit der Universität Bonn auf der Qubbet el-Hawa/Assuan. Begleitend zur Ausstellung ist ein zweisprachiger Katalog (deutsch/englisch) erschienen, der im Museum erhältlich ist. Das Museum bietet außerdem Experten-Führungen an (nur nach vorheriger Anmeldung). An jedem letzten Sonntag im Monat um 14 Uhr gibt es eine kostenfreie Sonderführung, für die keine Anmeldung erforderlich ist.
Für kleine künftige "Ägyptologen" bietet das Museum in Kürze eine Vielzahl von Aktivitäten, darunter neben Führungen und Kindergeburtstagen auch Kinder-Workshops. In den themenbezogenen Workshops erlernen junge Ägypteninteressierten das Schreiben von Hieroglyphen, beschriften Papyri mit ihren Namen und erfahren spielerisch etwas über die Mythenwelt des Alten Ägyptens. In der ersten Januarwoche wird ein intensives Ferienprogramm mit Kinder-Workshop stattfinden. Zudem baut das Ägyptische Museum sein Profil als Forschungsmuseum weiter aus. Im Januar 2012 wird ein Forschungstag zur Qubbet el-Hawa, ein Felsenberg mit einer Nekropole aus altägyptischer Zeit, stattfinden. Im Frühjahr 2012 ist eine Totenbuch-Tagung samt Vortragsreihe und Sonderausstellung geplant. Außerdem wird 2012 eine weitere Ausstellung zur Schriftgeschichte zu sehen sein.
2. Hieroglyphenkurs
Faszination Hieroglyphen
Ägypten-Workshop für Erwachsene: Anmeldung noch bis 13. November möglich
Das Ägyptische Museum der Universität Bonn bietet auch in diesem Wintersemester wieder seinen gefragten Hieroglyphen-Kurs für Erwachsene an. An fünf Abenden im November und Dezember werden die Teilnehmer in die Schrift und Sprache des Pharaonenreiches eingeführt, so dass sie schließlich einfache Inschriften in der momentanen Sonderausstellung des Museum eigenständig lesen und übersetzen können. Das in jeder Stunde unter Leitung von Dr. des. Michael Höveler-Müller, Mitarbeiter im Totenbuch-Projekt der Universität Bonn, neu erworbene Wissen wird direkt an Originalobjekten aus dem alten Ägypten angewendet. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Die Teilnahme ist nur nach rechtzeitiger Anmeldung ab sofort bis spätestens 13. November per Telefon unter 0228/73-9717 (Dienstag bis Sonntag von 13.00 bis 17.00 Uhr) oder an der Museumskasse möglich.
Die Kurstermine sind immer montags, und zwar am 14., 21., 28. November und am 5. und 12. Dezember jeweils von 17 bis 18.30 Uhr. Maximal 30 Interessierte können teilnehmen, die Kosten betragen 50,- Euro pro Person. Der Veranstaltungsort wird nach Anmeldung bekannt gegeben.
3. Vortrag des Fördervereins
Alexander Pruß wird am 15. 11. um 18:30 Uhr über seine Grabung in Tell Beydar sprechen.
"Palast, Werkstatt, verfluchte Ruine: Baugeschichte(n) aus Tell Beydar"
Tell Beydar, das antike Nabada, war im 3. Jahrtausend v.Chr. mit ca. 2000 Einwohnern eine mittelgroße Stadt in einer bemerkenswert stark urbanisierten Region Obermesopotamiens. Umfangreiche europäisch-syrische Grabungen haben dort in den letzten 20 Jahren einen beträchtlichen Teil einer Siedlungsphase aus dem 24. Jahrhundert v. Chr. freigelegt. Dadurch ist es inzwischen möglich, viele Aspekte der Wirtschaft und des täglichen Lebens zu verstehen - oft besser als in den zu einem viel kleineren Teil ausgegrabenen großen städtischen Zentren dieser Zeit.
Im Mittelpunkt des Vortrages steht ein Gebäude, der sogenannte Ostpalast, das im Verlauf seiner vermutlich kurzen Existenz mehrfach grundlegend umgenutzt wurde. Beispielhaft kann an der Baugeschichte dieses Gebäudes die Organisation der städtischen Verwaltung sowie die Dynamik der urbanen Entwicklung unmittelbar vor der Herausbildung des ersten altorientalischen Territorialstaates aufgezeigt werden.
11:31:00 - 03.11.2011