Norddeutschland in Brüssel: "Mit vereinten Kräften - Ergebnisse und Perspektiven der transnationalen Zusammenarbeit"
Unter dem Motto "Mit vereinten Kräften" haben die Bundesländer Hamburg, Bremen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein sowie das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung am heutigen Dienstag Ergebnisse und Perspektiven des Europäischen Programms INTERREG B Nordsee diskutiert. An der Veranstaltung in den Räumlichkeiten des Ausschusses der Regionen in Brüssel nahmen rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie Vertreter der Europäischen Kommission teil. Eine parallel dazu eröffnete Ausstellung mit beispielhaften Projekten rund um die Nordsee sowie eine ebenfalls heute veröffentlichte Studie zum Thema lieferten viel Stoff für die lebhafte Diskussion. Im Mittelpunkt stand die Zukunft des Nordseeprogramms - ein brandaktuelles Thema seit die Europäische Kommission im letzten Monat ihre Vorstellungen zur Zukunft der EU-Strukturförderprogramme nach 2013 veröffentlicht hat. Mit der Veranstaltung will Norddeutschland sich aktiv auf europäischer Ebene an dem Diskussionsprozess beteiligen.
Zur Eröffnung der Diskussion stellte Colin Wolfe, der Vertreter der Generaldirektion Regionalpolitik der Europäischen Kommission, die Entwürfe für die neue Strukturfondsverordnung 2014-2020 vor. Im Anschluss daran präsentierte das Deutsche Institut für Urbanistik eine im Auftrag der vier norddeutschen Bundesländer erstellte Expertise, in der Empfehlungen formuliert werden, um das INTERREG B Nordseeprogramm in der neuen Förderperiode ab 2014 strategisch zu positionieren und thematisch weiterzuentwickeln. Die Ergebnisse dieser Expertise wurden in einer mit Vertretern aus Politik, Verwaltung und INTERREG-Experten besetzten Diskussionsrunde einem ersten "Praxistest" unterzogen. Als Vertreter der Freien und Hansestadt Hamburg nahm Stefan Herms, Leiter des Staatsamtes der Senatskanzlei, an der Diskussion teil.
Im INTERREG B Nordseeprogramm kooperieren norddeutsche Partner aus Behörden, Universitäten und sonstigen Institutionen sowie Unternehmen mit Partnern aus Belgien, Dänemark, Großbritannien, den Niederlanden, Norwegen und Schweden in den Themenfeldern Innovation, Umweltmanagement, Erreichbarkeit und nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung. In der laufenden Förderperiode beteiligten sich bis zum Sommer 2011 bereits mehr als 800 Partner - darunter allein 164 aus Norddeutschland - an 50
Die heute eröffnete Ausstellung veranschaulicht die Möglichkeiten, die die transnationale Zusammenarbeit im Rahmen der INTERREG B-Programme den Regionen in Europa bietet. Zahlreiche erfolgreiche Projekte dokumentieren, dass die norddeutschen Bundesländer durch Erfahrungsgewinn, Internationalisierung und zusätzliche Finanzmittel von dem Programm profitieren. Die Ausstellung ist noch bis einschließlich 2. Dezember 2011 in den Räumlichkeiten des Ausschusses der Regionen zu sehen.
17:09:00 - 22.11.2011